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![]() Relativ schnell läßt sich erkennen, dass "youth bulges" mit Bürgerkriegen, Genoziden und Terror korrelieren. So realisiert etwa Afrikas demokratisches Musterland Benin eine schnell wachsende Auswanderung nach Frankreich und verringert seinen demographischen Druck (von 3,5 auf 7 Millionen zwischen 1980 und 2003) durch Außenverlagerung. Auch die Abschiebung von Oppositionellen ins Exil (Kuba, Libyen etc.) oder die Auslagerung von 50.000 jungen Männern als Hilfsarmee nach Angola im Jahre 1975 (wiederum Kuba) reduziert die interne Brisanz. Dasselbe gilt für das Potenzial zur " Bestechung" ganzer Völker mittels untypisch hoher Außeneinnahmen durch Rohstoffverkäufe (Libyen, Saudi-Arabien). Nicht zu vergessen ist der beträchtliche Einfluß von AIDS-Epidemien südlich der Sahara. Sie führen bereits in den Jahren 2000-2002 dazu, daß schwarzafrikanische Länder in der Weltrangliste absoluter Kinderzahlen zurückfallen. Sie mögen in Zukunft dazu beitragen, daß die gerade dort überstarken "youth bulges" für Rebellionen gar nicht mehr die erforderliche Vitalität aufbringen. Gleichwohl müssen interne Gewalt, Emigration und transnationaler Terror keine erstrangigen Lösungen für "youth bulges" bleiben. Die gewaltigen Zahlen junger Menschen zeigen aber die Größe der Herausforderung. Gewiß kann man für jede Nation zusätzlich auch nach ureigenen landestypischen Tötungsgründen jenseits eines "youth bulge" fahnden. Aber man würde ähnliche Gründe auch bei anderen Nationen finden, in denen nicht oder kaum getötet wird, sodaß man am Ende doch einer Einbeziehung des "youth bulge" nicht ausweichen könnte. |
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